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Verhalten der ESH bei fragwürdigen öffentlichen Aussagen anderer Autisten

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18.01.16, 20:07:58

55555

Wenn jemand öffentlich als Interessenvertreter auftritt, dann muß er sich auch kritisieren lassen aufgrund von fragwürdigen Aussagen direkt zum Thema "Autisten und Gesellschaft"? Und noch in gesteigertem Maße, wenn es um Organisationen geht, für die in bestimmter Weise aufgetreten wird?
18.01.16, 21:17:23

Antares

Kritik gibt es immer und überall, die Menschen sind nie einer Meinung. Ich habe nicht das Gefühl, dass Du verstehen kannst, was ich sage.

Das ist aber zwischen uns nicht das erste und vermutlich nicht letzte Mal, dass wir aneinander vorbei reden. Macht, wie ihr das für richtig haltet. Was ich dazu meine habe ich gesagt und wenn es nicht verstanden wird, so kann ich es nicht ändern denke ich. Ich wüsste nicht wie.
19.01.16, 02:27:21

Fundevogel

Habe ich dich so verstanden, dass du einen "therapeutischen" Weg empfiehlst, Situationen zu klären?

Wenn also eine Situation zu eskalieren droht, dann sollte der "Vernünftigere" deeskalieren, in dem er sich z.B. zurück zieht (wobei es dann auch erst einmal einen "Vernünftigeren" geben oder auch ein Können möglich sein müsste bei der Gegenpartei)und die Unwahrheit im Raum stehen lässt und auch auf eine Verteidigung verzichtet?

Hinter den Kulissen sollte er dann denjenigen anschreiben, der Falschaussagen machte und ihn bitten, seine Meinung zu revidieren und die geänderte Darstellung in Kürze zu veröffentlichen, damit sich noch erinnert werden kann?

Hm, dieser Weg wäre menschlich durchaus umgänglicher, aber es hat natürlich auch was von Manipulation. Der Vernünftige muss sich in gewisser Weise sagen, dass er der Überlegenere ist, der eine solche Situation gestalten kann, während der andere als Minderbemittelter betrachtet werden müsste? Aber ist das nicht genau das, was z.B. zu den Machtstrukturen des medizinischen Betriebs erst führte, unter dem viele Autisten leiden...ein geschaffener Schutzraum, in den von draußen keiner hineinschauen darf und dann eine veröffentlichte Meinung, ohne dass Zusammenhänge erkennbar werden?

Irgendjemand ernennt sich zum Gutmenschen der weiß, wie man in einer Situation die Wahrheit etwas verhüllt, um jemanden zu schützen (der vielleicht garnicht geschützt werden will), um ein gutes moralisches Bild zu hinterlassen?

Ich sehe das kritisch, mir ist lieber, ich höre eine Wahrheit und kann mir selbst ein Bild machen und auch gut damit leben, dass mal jemand außer Rand und Band gerät und erkennbar zurück gepfiffen wird. Bereinigte Bilder, die hinter den Kulissen entstanden und mir dann angeboten werden, sind für mich viel schwieriger zu durchschauen.
19.01.16, 15:28:31

Antares

geändert von: Antares - 19.01.16, 15:29:25

Die Wahrheit darstellen ist schon in Ordnung, also den Sachbestand an sich:

Veranstaltung war nicht Barrierefrei, dies ist umzusetzen. Man kann ja auch einen Artikel verfassen über den Veranstalter, der es nicht geschafft hat Barrierefreiheit umzusetzen. Im Sinne von: Veranstalter, so gehts richtig, schauen sie her... etc.

Das Prangern und öffentliche Lästern empfinde ich als ungünstig, über Teilnehmer, auch wenn diese den Veranstalter ggf sogar in seinem Vorgehen gut fanden/verstehen können.

Deine Theorie und die Fragen dazu verstehe ich nicht Fundevogel. Es hat aus meiner Sicht nichts mit Therapie zu tun, nicht öffentlich zu denunzieren wegen einer Aussage.

19.01.16, 19:22:00

Fundevogel

Wenn ein Autist einen anderen Autisten persönlich denunziert und gleichzeitig der Sache der Autisten - ob wissentlich oder unwissentlich - schadet und der angegriffene Autist sich nur in der Weise wehrt, dass er ein denunzierendes Gespräch im Sande verlaufen lässt, um den Denunzierenden nicht vorzuführen, dann ist das rücksichtsvoll.

Dass ein Vorgang mit einer solchen Tragweite wegen des angerichteten Schadens hier - wie viele andere Vorgänge - ohne großes Lamento veröffentlicht wird, sehe ich nicht als Ausdruck niederer Beweggründe, die eine Denunziation voraus setzt. Sie dient allenfalls der Wahrheitsfindung, der sich Autisten - wie vielfach hier nachzulesen ist - besonders verschrieben haben.

Die Interpretation eines Vorgangs findet im Betrachter statt und kann emotionsgeleitet dazu führen, dass ganz persönliche Betrachtungsweisen die Wahrnehmung der Fakten beeinflussen. Ein Problem, das häufiger vorkommt.

Wahrscheinlich bringt es nichts, weiter über verschiedene Sichtweisen zu sprechen?
Sprechen wir doch davon, wie solche Angelegenheiten aus der Welt geschafft werden können:
Der Denunzierende könnte sich z.B. entschuldigen, der Denunzierte könnte in der erfolgten Veröffentlichung die Entschuldigung posten und eine gemeinsame Erklärung anstoßen.
Es könnte auch klar gestellt werden, dass eine Reihe von Autisten unter Mitwirkung anderer Autisten von einer Veranstaltung ausgeschlossen wurden und dass das nicht in Ordnung war?

In Schmollwinkeln vertrocknen gute Ansätze. Also raus da und die Zukunft besser gestalten!
19.01.16, 19:36:40

Antares

Der Veranstalter könnte Barrierefreiheit leisten. Das ist wie es aus der Welt geschafft werden kann.

Dann muss niemand mehr irgendwen denunzieren, wie warum, weshalb auch immer.

Über die Verschiedenen Sichtweisen sprechen ist denke ich auch sinnlos. Mir wird es egal wie lange ihr das erklärt nicht gefallen und euch egal wie viel es mir nicht gefällt dennoch so tun, weil ihr es eben anders betrachtet.
19.01.16, 20:47:12

55555

geändert von: 55555 - 19.01.16, 20:49:25

Mir scheint, von euch wird vorherrschend an den derzeit obersten Artikel auf auties.net gedacht. Die Thematik hier war allerdings allgemeiner.
 
 
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